Unser Newsletter #6 ist erschienen

Liebe Unterstützer*innen,

Wir bleiben auf der Straße!

Am Mittwoch den 2.3. findet die 3. Mahnwache an der EJK statt. Das Personal des Krankenhauses ist am Ende und wir stehen weiter jeden ersten Mittwoch des Monats von 12:30 bis 15:00 Uhr vor dem Krankenhaus, um für den Entlastungstarif zu demonstrieren. Schaut vorbei, ermahnt oder demonstriert mit, zeigt euch solidarisch mit dem Krankenhauspersonal, informiert euch und/oder trinkt Kaffee oder Tee mit uns … wir brauchen auch außerhalb der Klinik mehr Hände und unterstützende Menschen.

Was bringt ein Pathologie-Netzwerk für uns?

Der am vergangenen Wochenende angekündigte Aufbau eines Pathologie-Netzwerkes durch die Capiton Beteiligungsgesellschaft der Elbe Jeetzel Klinik war der EJZ eine ganze Seite wert.
Wir fragen: Was haben die Bewohner*innen des Landkreises von solch einem Netzwerk? – Vermutlich wenig bis gar nichts.
Diese sogenannte Zweitausrichtung der Klinik hat mit der Grundversorgung der Bevölkerung nichts zu tun. Die von der Capiton hinzu gekaufte Einrichtung, eine Praxis oder MVZ für Pathologie, Zytologie und Dermatologie aus Viersen mit einer Dependance in Kleve befindet sich in Nordrhein-Westfalen. Ob die Ärzt*innen der EJK oder auch des Landkreises die Gewebeproben in Zukunft dorthin schicken oder zu den Patholog*innen, mit denen sie jetzt bereits zusammenarbeiten, dürfte ziemlich unerheblich sein. Es sei denn, der Preis spielt eine Rolle …
Ob aber Gewinne aus dem entstehenden Netzwerk der Elbe-Jeetzel-Klinik zugute kommen ist mehr als fraglich. Denn Capiton ist keine Wohltätigkeitsorganisation sondern ein Beteiligungsfonds. Diesem Fonds sind von uns unbekannten Leuten Gelder anvertraut worden, damit daraus noch mehr Geld wird.
Unser Ziel aber muss es sein, die Grundversorgung der Bevölkerung zu optimieren – nicht die Bilanzen eines Fonds.

Personal-Not

Im gleichen Artikel der EJZ ist zu lesen, dass die Klinik Schwierigkeiten hat neues Personal zu finden und dass die Klinik-Leitung glaubt, dies sei erschwert durch die öffentliche Debatte, die um das Krankenhaus geführt wird. Die Bewerber-Probleme der Klinik haben nichts damit zu tun, dass in den letzten Monaten eine notwendige öffentliche Debatte zur Zukunft der Klinik geführt wurde und weiterhin geführt werden wird.
Wie in allen anderen Kliniken in der Republik ist die Arbeitsbelastung enorm und immer mehr Beschäftigte müssen feststellen, dass sie am Ende ihrer Kräfte sind. Daraus folgt, dass Arbeitsstunden reduziert werden oder es wird gekündigt. Dies passiert auch in Dannenberg. Und solange sich an den Arbeitsbedingungen nichts ändert, wird es so sein, dass Beschäftigte gehen und keine neuen kommen. Von Wertschätzung allein wird sich die Situation nicht verbessern.
Die Beschäftigten benötigen Entlastung. Mit einem Entlastungstarifvertrag könnte auch die EJK Personal halten und Neues bekommen.

Motivierend …

Wir befinden uns in bester Gesellschaft: Nachdem die Kolleg*innen in Berlin schon Erfolg hatten, fordern nun auch 6 weitere Uni-Kliniken in NRW einen solchen Vertrag – Wir stehen also mit unserer Forderung nach einem Entlastungs-Tarifvertrag für die Dannenberger Belegschaft nicht alleine da – und wie der bundesweite Trend zeigt: Solche Regelungen sind keine unrealistischen Forderungen. Mehr dazu hier: https://notruf-entlastungnrw.de/
Am 22.2. übergab das Bündnis Klinikrettung 15.760 Unterschriften für die Petition „Bundesweite Krankenhausschließungen jetzt stoppen“ an Karl Lauterbach bzw. seine Vertretung. Wie wir im letzten Flugblatt erwähnten, fordert sie Klinikstandorte bundesweit zu erhalten und mit angemessenen finanziellen Mitteln zu versorgen – auch um den Anforderungen kommender Pandemien gewachsen zu sein.
Mehr dazu findet ihr hier: 
https://www.gemeingut.org/aktive-uebergebend-singend-unterschriften-an-lauterbach-gegen-klinikschliessungen/
Am 29. Januar demonstrierten in Salzwedel trotz schlechten Wetters über 200 Menschen unter dem Motto „Füreinander einstehen in der Krise“. Mit aufgerufen hatte die BI „Unser Krankenhaus“ aus dem Wendland. Wer nicht dabei sein konnte, kann unseren Redebeitrag auf unserer Internetseite nachlesen:
https://unser-krankenhaus-im-wendland.de/fuereinander-einstehen-in-der-krise .
In Lüneburg wurde am 5. Februar unter dem Motto „Solidarisch handeln – Corona überwinden!“ demonstriert, und auch da gab es einen Redebeitrag aus unseren Reihen (wenn auch nicht im Namen), in dem es vorwiegend um die Situation in den Kliniken geht:
Der Redebeitrag von Robert Kirschner (regionaler verdi-Sekretär)

Herzlich eingeladen seid ihr natürlich auch zum Mitmachen bei uns:

Wir, die Bürgerinitiative „Unsere Gesundheit – Unser Krankenhaus“ unterstützten in der Vergangenheit das Pflegepersonal bei dessen Tarifverhandlungen. Unser Einsatz geht weiter, mit der Forderung nach angemessenen Arbeitsbedingungen in der Krankenhaus-Landschaft.
Dazu treffen wir uns jetzt immer am 1. Mittwoch im Monat zu neuen Mahnwachen vor der Klinik.

Das nächste BI-Treffen findet am 31.3.2022 um 18:30 Uhr statt. 

kontakt@ukiw.dehttps://unser-krankenhaus-im-wendland.de

Initiative Unsere Gesundheit – Unser Krankenhaus, Januar 2022 

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